Anlage EÜR ist zwingend elektronisch einzureichen

 

 

Gewerbliche Unternehmen und Land- und Forstwirte, die nicht zur Bilanzierung verpflichtet sind, sowie alle Freiberufler können ihren Gewinn durch eine vereinfachte Einnahmen-Überschuss-Rechnung ermitteln. Dabei wird der Saldo aus den in einem Kalenderjahr zugeflossenen Betriebseinnahmen und den abgeflossenen Betriebsausgaben gebildet. Allerdings sind eine Reihe von Ausnahmen zu beachten, z. B. sind bei Darlehen nur die Zinsen und nicht die Tilgungen gewinnwirksam und bei Wirtschaftsgütern mit einer Nutzungsdauer von mehr als einem Jahr dürfen die Anschaffungskosten nur abgeschrieben werden.

Anlage EÜR gehört zur Einkommensteuererklärung

Im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung ist für die Gewinnermittlung die Anlage EÜR auszufüllen und einzureichen. Diese besteht aus der eigentlichen Anlage EÜR, dem Anlageverzeichnis (Anlage AVEÜR) sowie aus der Anlage Schuldzinsenabzug (Anlage SZE) bei Schuldzinsen von mehr als 2.050 Euro. Ab dem Veranlagungszeitraum 2017 müssen alle Steuerpflichtigen mit Gewinneinkünften ihre Steuererklärung einschließlich der Anlage EÜR zwingend elektronisch und authentifiziert einreichen. Nicht mehr zulässig ist es, die Steuererklärung elektronisch zu übermitteln und anschließend den unterschriebenen Ausdruck nachzusenden (sogenannte komprimierte Steuererklärung).

Erleichterungen für Kleinstgewerbetreibende entfallen

Für 2017 muss erstmals eine Anlage EÜR auch abgegeben werden, wenn Betriebseinnahmen von weniger als 17.500 Euro erzielt wurden. Eine tabellarische Gewinnermittlung reicht in diesen Fällen nicht mehr aus. Dadurch steigen für Kleinstgewerbetreibende, insbesondere nebenberuflich Tätige, und kleine Freiberufler die Anforderungen und der Verwaltungsaufwand bei der Erstellung der Steuererklärung.

(Stand: 07.03.2018)

 

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