Finanzverwaltung hilft Bürgen

Nachteilige Rechtsprechung wird nicht angewendet

 

Familienangehörige oder Freunde bürgen oftmals füreinander. Aber auch im geschäftlichen Bereich sind Bürgschaften keine Seltenheit. Beispielsweise bürgen Gesellschafter für die GmbH, an der sie beteiligt sind. Viele Banken bestehen sogar darauf, bevor es zur Kreditvergabe kommt.

Doch was passiert, wenn der Bürge in Anspruch genommen wird? Der Gesellschafter möchte natürlich, dass sich seine Finanzierungshilfe steuermindernd auswirkt. Das war bisher auch möglich, denn bei der Inanspruchnahme aus einer Bürgschaft handelte es sich um nachträgliche Anschaffungskosten auf die Beteiligung.

Eine Grundsatzentscheidung der Bundesfinanzrichter soll dies nun ändern. Die Richter entschieden, dass Aufwendungen für die Inanspruchnahme aus einer Bürgschaft nicht mehr zu nachträglichen Anschaffungskosten führen. Dies soll unabhängig davon gelten, ob die Bürgschaft für den Krisenfall bestimmt ist oder in der Krise der Gesellschaft übernommen worden ist. Vertrauensschutz gewähren die Richter nur für Bürgschaften, die vor dem 28. September 2017 begründet wurden.

Entwarnung kommt überraschenderweise von der Finanzverwaltung. Diese wendet das Urteil der Bundesfinanzrichter noch nicht an, da weitere Verfahren anhängig sind und deren Ausgang ungewiss ist. Solange in diesen Verfahren keine Entscheidung gefällt ist, können Bürgen ihre Aufwendungen wie bisher als nachträgliche Anschaffungskosten auf ihre GmbHBeteiligung behandeln. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollten Gesellschafter-Geschäftsführer aber möglichst keine neuen Bürgschaften für ihre GmbH übernehmen.

(Stand: 14.09.2018)

 

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