Solidaritätszuschlag soll teilweise abgeschafft werden

 

 

Ab 2021 soll der Solidaritätszuschlag nun zumindest teilweise abgeschafft werden. Vollständig entlastet werden Steuerpflichtige mit einem zu versteuerten Einkommen von maximal 61.716 Euro. Sie sparen dadurch bis zu 932,58 Euro. Bei höheren zu versteuernden Einkommen wächst der Solidaritätszuschlag stufenweise bis auf 5,5 % an. Für zu versteuernde Einkommen über 96.409 Euro soll es keine Entlastung geben, sondern weiterhin der volle Steuersatz von 5,5 % erhoben werden. Bei Zusammenveranlagung verdoppeln sich die Beträge.

Soli auf Abgeltungsteuer bleibt

Kapitaleinkünfte unterliegen grundsätzlich der 25-prozentigen Abgeltungsteuer zuzüglich Solidaritätszuschlag. Daran soll sich auch nichts ändern. Damit bleiben Kapitaleinkünfte weiterhin ab dem ersten Euro mit Solidaritätszuschlag belastet, sofern keine Option zur regulären Besteuerung möglich und sinnvoll ist. So können Steuerpflichtige mit geringen Einkünften eine Günstigerprüfung beantragen. Liegt das zu versteuernde Einkommen einschließlich der Kapitaleinkünfte unter 20.200 Euro, sollte der persönliche Steuersatz statt der Abgeltungsteuer angewandt werden. Dann fällt kein Solidaritätszuschlag an.

Beispiel

Ein Steuerpflichtiger bezieht eine Rente und hat Kapitaleinkünfte. Bei einem zu versteuernden Einkommen von 10.000 € sind nur 86 € Einkommensteuer zu zahlen, aber kein Solidaritätszuschlag. Auf 10.000 € steuerpflichtige Kapitaleinkünfte behält die Bank 2.500 € Abgeltungsteuer sowie 137,50 € Solidaritätszuschlag ein. Insgesamt sind 2.723,50 € Steuern zu zahlen. Bei der Günstigerprüfung unterliegen die gesamten Einkünfte dem persönlichen Steuersatz. Auf ein zu versteuerndes Einkommen von 20.000 € fallen 2.346 € Einkommensteuer und 129,03 € Solidaritätszuschlag an, also 248,47 € weniger Steuern. Ab 2021 würde auch der Solidaritätszuschlag eingespart.


Auch Gesellschafter einer GmbH, die zu mindestens 25 % beteiligt sind oder bei einer Beteiligung von mindestens 1 % mit ihrer Tätigkeit einen maßgeblichen unternehmerischen Einfluss ausüben, können gegen die Abgeltungsteuer optieren. Gewinnausschüttungen der GmbH unterliegen dann nur zu 60 % ihrem persönlichen Einkommensteuertarif. Damit können auch sie von der Teilabschaffung des Solidaritätszuschlags profitieren.

Hinweis

Körperschaftsteuerpflichtige Unternehmen werden nicht entlastet. Sie müssen weiterhin 5,5 % Solidaritätszuschlag auf die Körperschaftsteuer von 15 % entrichten. Auch die Lohnsteuerpauschalierung ist von der Reform ausgenommen. Insbesondere bei der Pauschalierung von sonstigen Bezügen (Mahlzeitengestellung, Betriebsveranstaltungen, Erholungsbeihilfen etc.) und Arbeitslöhnen kurzfristig Beschäftigter würde weiterhin Solidaritätszuschlag entstehen.

(Stand: 13.12.2019)

 

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