Sonderabschreibung für neugebaute Mietwohnungen geplant

 

 

Besonders in Ballungsgebieten ist der Wohnungsmarkt angespannt und bezahlbarer Wohnraum lässt sich kaum noch «nden. Deshalb will der Gesetzgeber neugebaute Mietwohnungen, die auch für mittlere und untere Einkommensgruppen bezahlbar sind, durch eine Sonderabschreibung fördern. Vorgesehen ist, dass Vermieter
im Jahr der Anscha®ung oder Herstellung und den drei Folgejahren Sonderabschreibungen in Höhe von jeweils 5 % geltend machen können – zusätzlich zur linearen  2 igen Gebäudeabschreibung.

Die Förderung ist an Voraussetzungen gebunden:

  • Die begünstigten Flächen müssen mindestens zehn Jahre für Wohnzwecke vermietet werden.
  • Die Baukosten dürfen maximal 3.000 Euro je Quadratmeter Wohnfläche betragen. Davon werden maximal 2.000 Euro je Quadratmeter gefördert. Neubauten mit hohem Standard und Wohnungsmodernisierungen sind nicht begünstigt.
  • Bauanträge müssen zwischen dem ­31. August 2018 und dem 31­. Dezember 2021 gestellt werden.
  • Eine Sonderabschreibung darf letztmalig 2026 geltend gemacht werden, auch wenn der vierjährige Inanspruchnahmezeitraum noch nicht abgeschlossen ist (z. B. bei Wohnungen, die erst 2024 fertiggestellt werden).
  • Eine Doppelförderung durch Sonderabschreibung und Inanspruchnahme von öffentlichen Mitteln ist nicht zulässig.

Beispiel

Ein Unternehmer errichtet ein Gebäude mit vier Wohnungen, die dauerhaft vermietet werden (je 80 qm, Bauantrag 2019, Fertigstellung 2021). Die Baukosten betragen 3­.000 € je qm, insgesamt 960.000 €.

Zwei Drittel der Baukosten (2.000 € je qm) werden steuerlich gefördert. Der Vermieter kann in den Jahren 2021 bis 2024 jeweils 32.000 € Sonderabschreibung (5 % auf 640.000 €) sowie 19.200 € lineare Abschreibung (2 % auf 960.000 €) geltend machen. Bei einem Steuersatz von 40 % führt die Sonderabschreibung zu einer jährlichen Steuerersparnis in Höhe von 12.800 €.

Bei Verstößen entfällt Sonderabschreibung rückwirkend

Wird gegen die Fördervoraussetzungen verstoßen, ist die Sonderabschreibung rückgängig zu machen. Solche Verstöße liegen beispielsweise vor, wenn die begünstigte Wohnung nicht mehr zu Wohnzwecken vermietet wird oder die Baukostenobergrenze durch nachträgliche Anschaffungs- oder Herstellungskosten überschritten wird.
Es bleibt abzuwarten, welche Entwicklung der Regierungsentwurf im parlamentarischen Gesetzgebungsverfahren
nehmen wird.

(Stand: 17.01.2019)

 

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