Verspätungszuschlag wird obligatorisch

 

 

Eine gute Nachricht für all jene, die ihre Steuererklärung gern aufschieben: Ab diesem Jahr gibt es zwei Monate mehr Zeit. Die Steuererklärungen zur Einkommen- und Körperschaftsteuer sowie zur Gewerbe- und Umsatzsteuer für das Jahr 2018 sind daher bis zum 31. Juli 2019 zu übermitteln. Wenn Sie einen Steuerberater mit der Erstellung der Steuerklärungen beauftragt haben, läuft die Frist wegen des Schaltjahres statt am 28. Februar 2020 sogar erst am 2. März 2020 ab. Doch nicht in jedem Fall wird der Abgabetermin damit nach hinten verschoben, denn die Finanzverwaltung darf die Steuererklärungen, wie bisher auch, zu einem früheren Zeitpunkt anfordern. Zwar kann dann noch einmal eine Verlängerung beantragt werden. Das Finanzamt muss diesem Antrag jedoch nicht zustimmen.

Wird der Abgabetermin nicht eingehalten und wurde auch keine weitere Fristverlängerung seitens des Finanzamtes gewährt, kann das Finanzamt Verspätungszuschläge festsetzen. Vor dem 28. Februar 2020 entstehen diese allerdings noch nicht automatisch. Das Finanzamt kann einen Verspätungszuschlag nach eigenem Ermessen festsetzen, selbst dann, wenn sich gar keine Nachzahlung oder eine Steuerfestsetzung mit null Euro ergibt.

Die Fristverlängerung hat allerdings ihren Preis – und der heißt obligatorischer Verspätungszuschlag. Wurde die Steuererklärung 14 Monate nach Ende des Kalenderjahres, also Ende Februar des übernächsten Jahres immer noch nicht abgegeben, entsteht ein Verspätungszuschlag automatisch, wenn es laut Steuerberechnung zu einer Nachzahlung kommt. Es liegt dann nicht mehr im Ermessen des jeweiligen Finanzbeamten, ob er die Verspätung bestrafen will oder nicht. Und auch die Höhe des Verspätungszuschlags ist ab dann gesetzlich geregelt: Er beträgt 0,25 % der um die festgesetzten Vorauszahlungen und die anzurechnenden Steuerabzugsbeträge verminderten festgesetzten Steuer, mindestens jedoch 25 Euro pro angefangenem Monat. Da tröstet es auch nicht wirklich, dass die Obergrenze für den Verspätungszuschlag wie bisher bei höchstens 25.000 Euro liegt. Pünktlich sein ist das Einzige, was schützt.

Tipp

Vermeiden Sie, dass automatisch Verspätungszuschläge entstehen. Stimmen Sie sich mit Ihrem Steuerberater ab, bis wann er all Ihre Unterlagen benötigt, die für eine fristgerechte Abgabe der Steuererklärung erforderlich sind. Dies gilt insbesondere auch bei Vorabanforderungen des Finanzamtes.

(Stand: 06.06.2019)

 

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